05.01.2022

Das Bitten und das Unterwürfige, das Hinhalten der verwundbaren Stelle, die Limerence (Verliebtheit in Obsession).

  • Dies muss gehen.
  • Alles sonst kann bleiben, aber diese Obsession muss gehen in meiner Persönlichkeit.

Denn es ist nicht die wahre Liebe, die bedingungsvoll und über Zeit entsteht.

Es ist körperlich und damit wahr und hat seine Berechtigung. Aber so wie ich es benutze (als Weltflucht und als Traumheimat, als Ort der Anbetung, als Religion) ist es wie eine Droge und eine Kompensation für etwas, so wie Heroin für die Ratten in dem Experiment. Die Ratten im Experiment in welchem sie an einem Ort waren, der Leer und Bar des Spiels und ihrer Kameraden war – wer nimmt in einer solchen Umgebung keine Drogen? So versetze ich mich selbst gedanklich an einen Ort der Leere und der Einsamkeit und benötige dann die Droge um in dieser selbst gewählten Isolation zurechtzukommen.

Als ich diesen beflügelnden Traum hatte (hier: ein echter Traum im Schlaf – nicht als Analogie verstanden), vor vielen Jahren, in welchem ich an einem düsteren Ort war und dort Angst hatte, führte mich eine Frau weg von dort und ich wollte sie erreichen und in meinem Leben behalten als Dank und aufgrund ihrer Attraktivität, aber genau dadurch verschwand sie, dass ich dies wollte. Dass sie ging, war eine Treue zum wahren Sinn, das ist mir nun klar. Ich bin nicht bereit dafür, diese Wahrheit in meinem Leben zu haben, durch diese Limerence. Sie stößt sich ab, weil sie mir derart nah ist, dass sie weiß, dass es ein Betrug ist. Ein Betrug an der Essenz dessen was Sie ist. Sie wollte verhindern, dass ich mich selbst auf einen Irrweg begebe (auch zu ihrem Nutzen). Dieses Traumsymbol habe ich schon lange in mir getragen (es gibt Träume, über deren Symbolik wir lange rätseln, weil wie sie nicht sofort durchschauen, aber sie eine verborgene Bedeutung für unser Leben und unsere Selbstwerdung haben).

Aber eine Droge wegzutun ist allein nicht die Lösung.

Man wählt stattdessen eine Umgebung in der man die Droge nicht benötigt (ich rede hier von einer Droge, weil ich nur über meine Phantasievorstellung in meiner Situation spreche und hier auch nur von einem bestimmten Teil dieser Phantasievorstellung – nicht vom Menschen, nicht vom Geliebten Subjekt in der Realität ihres Seins).

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