Liebe zur Freundschaft, Ganzheitlichkeit, Selbstlosigkeit

Disclaimer: das was ich hier verstanden habe, mag fehlerbehaftet sein und müsste im Dialog mit dem Geliebten Subjekt besprochen und erfragt werden. Es ist insofern nur das, was ich verstanden habe und mag nicht in allem der Realität entsprechen. Ich hoffe jedoch, dass ich die Kernpunkte richtig erkannt habe, sonst wäre es schade.

Die Menschen in unserer Welt betrachten sich zunehmend mit einer verengten Sichtweise aufs Leben. Das Geliebte Subjekt nimmt wahr, dass der Zweck für den der andere einem haben möchte meist im Vordergrund eines Kontakt miteinander steht (wenn Menschen beispielsweise nur entweder Sex oder Partnerschaft suchen). Es gibt Menschen die sie ausnutzen wollen, mit schlechten Intentionen. Sie sucht nach echten Freundschaften und sie möchte nicht reduziert werden. Es tut ihr auch nicht gut, sich jemandem mit Haut und Haar zu verschreiben. Aber sie findet es schön, wenn jemand ihr Bestätigung gibt.

So sei es ihr zur Last: wenn andere ihre Entscheidungen des Kontakts ihr gegenüber davon abhängig machen, ob ein „entweder/oder“ gegeben sei und wenn dies nicht erfüllt sei, so entscheiden sie sich dann den Kontakt zu beenden (z.B: wenn jemand bei einer unerwiederten Liebe die Freundschaft nicht aufrechterhält). Dementsprechend ist ihr Freundschaft wichtiger als dass, was gemeinhin unter der Liebe/Verliebtheit verstanden wird, da sie gelernt hat, dass diese Art von Liebe oft belastend ist (ein Klotz am Bein) und nur Aspekte von ihr anerkennt.

„Ich will einen Kontakt, ich will Menschen, die an mir als Mensch interessiert sind. Die mich nicht nach Partnerschaftskriterien beurteilen, nicht nach fuckability, aber auch nicht nach -interessiert mich nicht-. In meinen Augen ist es genau das, das Interesse, dass da sein muss. Ich will Menschen, die nicht nach einem halben Jahr den Kontakt zu mir abbrechen, weil wir uns zu sympathisch sind. Was zur Hölle ist da draußen bei den Menschen nur los“

Eines Beweises, dass man sich einander gut ist: „Ich will nur nicht, dass dieses Beweis dadurch erbracht wird, dass man hässlich ist und man nicht Gefahr läuft sich zu verlieben. Und ich will nicht, dass dieses Beweis durch Attraktivität erbracht werden muss.“

Sie sieht Freundschaft und Beziehung nicht als Konkurrenz (nicht so wie die meisten Menschen). Wenn man den Anderen liebt, so gönnt man ihm gutes und wenn es wahrhaftig so ist, dann würde man sich auch für den Partner/Freund freuen, wenn dieser außerhalb vom eigenen Kontakt auch Freude mit anderen Menschen hat (man freut sich für ihn). So findet sie: jemanden zu lieben, bedeutet nicht, dass man ihn exklusiv besitzen muss. Es bedeutet, dass man das Beste für ihn will und wenn diese Person die man liebt andere Dinge parallel hat, ist man doch glücklich, wenn diese Person in den Parallelwelten Glück findet. Fremdgehen sei in einer idealen Partnerschaft kein Problem, da man sich entsprechende Freiheiten gibt. Sie betrachtet Freundschaft als übergeordnetes Konzept und findet es traurig, dass andere Menschen immer nach Partner oder Sex suchen. Sie möchte Menschen finden, die sie gänzlich annehmen können, als den ganzen Menschen und möchte nicht auf einen Teilaspekt ihres ganzheitlichen Seins reduziert werden und auch nicht vom Anderen nur als Objekt betrachtet werden und nicht als Freund gewollt werden; und auch: dass der Andere deswegen den Kontakt abbricht, weil er sein Ziel nicht erreicht. Sie empfindet es als misslich nur eine Freizeitaktivität, oder nur ein Hobby zu teilen, ohne dass man sich dabei wirklich näher kommt. Sie möchte Echte Kontakte, bei denen man nicht als Objekt für das Ziel des anderen gesehen wird, sondern als Mensch. Nicht nach Partnerschaftskriterien und nicht nach Fuckability und auch nicht nach: „interessiert mich nicht“, sondern als Mensch. Sie will dass ein Interesse da ist. Körperliche Anziehung ist auch ein Teil des Ganzen – sie sieht Schönheitsideale und IQ-Tests als relevantes Maß an.

Aus ihrer Sicht macht es keinen Unterschied, ob man altruistisch oder egoistisch an eine Beziehung herangeht (ist nicht relevant). Denn sie findet, dass die Leute einem nichts geben, wenn sie nur da sind wenn man so ist wie sie einem haben wollen (dies ist die Crux). Der Begriff der Freundschaft wird inflationär gebraucht, so betrachtet man Menschen als Freunde mit denen man vielleicht nur gemeinsame Zeit verbringt (in ihrer Welt wären dies jedoch lediglich lose Bekanntschaften). Sie hat einen Sinn dafür, was es heißt miteinander intim zu sein und wirkliches Interesse am Anderen zu haben, wie derjenige wirklich! ist, nicht so wie man ihn haben will (die menschlichen Eigenschaften und der Charakter eines Freundes).

Sie empfindet es als traurig, dass in unserer Gesellschaft nur noch das zählt, was einen Ertrag hat. Sie ist feinfühlig für andere Menschen, konsequent und sich nicht verstellend aber auch vorsichtig und auf der Hut aus nachvollziehbaren Gründen. Sie differenziert im Bezug auf Selbstlosigkeit zwischen der Freude jemandem zu helfen und der Freude sich alles so zu legen, dass man geil aus einer Sache rausgeht „Dummheit ist doof, Selbstlosigkeit ist gut“. Für die Freude jemandem zu helfen ist sie oft geduldig und verausgabt sich. Geduldig, auch wenn jemand schon Schwächen offenbart hat. Sie wird kirre, wenn Geduld herausgefordert wird, bleibt jedoch sachlich. Dann aber Impulsiv, wenn Grenzen überschritten werden. Geschwächt aus einer Kommunikation herausgehen: das kennt sie. Sie muss nicht immer etwas für sich herausziehen, gibt aber eine zweite Chance wenn sie eine Möglichkeit sieht, dass jemand davon etwas für sein Fortkommen haben kann. Um Ihre Würde zu schützen macht sie dies jedoch nicht beliebig mit. Sie findet dass Kinder (sicher auch andere Menschen) durch Liebe, Geborgenheit und Vertrauen ein Gefühl für Sicherheit bekommen und nicht durch eine spezielle Familienkonstellation. Sie fragt sich, ob man noch liebt, wenn man sich seiner Liebe unsicher ist, oder ob Unsicherheit ein Indiz für ein Fehlen der Liebe ist. Unter diesen Konflikten leidet ihr Selbstwert (Erwartungen nicht gerecht werden zu können) und ihre Würde. Selbstlosigkeit führt in Situationen in denen man in Gefahr läuft, zu viel investiert zu haben und zu erkennen, dass man nicht in der Umgebung ist, die dem eigenen Wohlergehen und Vorlieben förderlich ist und die Anderen nicht dieselben Schritte auf einem zugehen, wie man selbst. Dies ist eine schwierige Situation und ich finde es schmerzlich, dass diejenigen die Schritte auf Andere zugehen (das Geliebte Subjekt) durch diese Vorliebe für die Nähe zu einem Menschen und den sinnhaften Kontakt dann in solch misslichen Situationen gebracht werden. Sie hat lernen müssen, dass Würde wichtiger ist als Liebe, in dem Sinne, dass Liebe ein Verlust der eigenen Freiheit darstellt, da man sich an den Anderen anpasst, ohne dass dies gleichsam auf Gegenseitigkeit beruht. Würde heißt hier: sich selbst treu bleiben, da Beziehungen enden und man selbst zurückbleibt.

„Dass Kontakte im Internet schnell wieder abbrechen, kenne ich nur zu gut. Weil die wenigsten Menschen eben tatsächlich am Gegenüber interessiert sind, oder das Interesse sehr fokussiert ist auf gewisse Dinge, wie beispielsweise die Aussicht auf Sex oder Beziehung. Ich möchte Kontakte, die anhalten, weil man Interesse am Gegenüber hat. Wegen dem, was dieses Gegenüber sagt, nicht dem, wie es aussieht oder zu bieten hat“. So sei es, dass es darum geht, dass man den anderen nicht verwirft, wenn ein Interesse da ist und man aber nicht das bekommt worauf man seinen Fokus setzt.

„Und ich will Menschen finden, die auch Menschen suchen, die nicht in erster Linie Partner suchen … dass ich nicht von Menschen angeschrieben werden will, die mich aus einem anderen Grund als dem der Freundschaft anschreiben“

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